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Treffpunkt: Restaurant Eintracht, Samstag, 10 Uhr. «Den kannst du nicht verfehlen», hat man mir im Vorfeld der Verabredung versichert. In der Tat, Heinz Schmid ist in der gut besuchten Eintracht nicht zu übersehen. Zu markant sind sein Bart und seine gewellten Haare, die bis zu den Schultern reichen.
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@ rar
«Das spart am Morgen Zeit beim Rasieren und gibt warm im Winter», erklärt Schmid. Er muss es wissen. Als Briefträger ist er Frühaufsteher und viel draussen unterwegs. An seinem Beruf schätzt der 43-jährige Oftringer die regelmässigen Arbeitszeiten, die er bei seinen früheren Anstellungen bei der Post nicht hatte. «Und ich wurde erst zwei Mal von einem Hund gebissen», blickt er auf seine Laufbahn als Briefträger zurück.
Heinz Schmid macht einen zurückhaltenden und ruhigen, beinahe schüchternen Eindruck. Da erstaunt es fast ein wenig, dass eines seiner liebsten Hobbys das Theaterspielen ist. Angefangen damit hat er in einem Kurs im Obristhof. «Da hat es mir den Ärmel reingezogen», erinnert sich Schmid. Beim «Theater vom Richtplatz» auf der Aarburger Festung wirkt er seit acht Jahren mit. «Meist in kleineren Rollen», wie er erwähnt, fast so, als ob ihm eine Hauptrolle unangenehm wäre. Bei der diesjährigen Aufführung verkörperte er Petrus, den Mann an der Pforte zum Himmel.
Eine spezielle Lieblingsrolle gibt es für Schmid allerdings nicht. Bisher habe er ganz unterschiedliche Charaktere gespielt, «wegen meiner Frisur einfach keine Gentleman-Typen». Was, wenn ein Regisseur einmal von ihm verlangen würde, sich für eine bestimmte Rolle eine Glatze schneiden zu lassen? «Dann müsste ich wohl ablehnen», legt Schmid mit einem Schmunzeln seine Prioritäten fest. Sein schauspielerisches Talent setzt Heinz Schmid auch in der reformierten Kirche Oftringen ein, wo er in
der Theatergruppe bei der Gestaltung der Quo vadis Gottesdienste mithilft. Daneben spielt er in der Kirchenband Conga, eine afrikanische Handtrommel.
Musikalisch engagiert ist Heinz Schmid zudem im «Folk Club Züri», vorwiegend als Organisator von Konzerten. Die Liebe zum Folk führte ihn schliesslich auch zum Irish Set Dancing. «Zu dieser Musik muss man sich doch bewegen», habe er sich gesagt. So trifft er sich nun mit einer Gruppe Gleichgesinnter regelmässig in Olten zum Set-Tanzen. Heinz Schmid fühlt sich offensichtlich wohl in einem Kollektiv. Und zu seiner ausgeglichenen und unaufgeregten Art passt auch, dass ihn im «Blick», der vor ihm auf dem Beizentisch liegt, nicht der Sex-Skandal des FC Thun interessiert, sondern er «nur schnell den Hägar» lesen will.
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